Bewegungsfeld an der Römer Straße
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Ausgangssituation Der zwischen Pariser und Römer Straße gelegene, massiv sanierungsbedürftige Gummispielplatz befand sich auf einem seit Jahren stillgelegten und ebenfalls dringend sanierungsbedürftigen Tiefgaragenabschnitt. Eine Erneuerung der alten Spielfläche ohne Eingriff in ein ebenfalls marodes Bauwerk war weder planerisch noch wirtschaftlich sinnvoll. Deshalb wurde beschlossen, den Gummispielplatz sowie die darunter liegenden, nicht mehr benötigten Tiefgaragen komplett zurückzubauen, um ein völlig neuartiges, den Waldklettergärten entlehntes Freiflächenkonzept zu realisieren, das den Nutzern Geschicklichkeit, Teamwork und Bewegungsanspruch abverlangt. Die Stadt Würzburg wurde mit dieser Maßnahme gemeinsam mit den Projektpartnern STADTBAU Würzburg GmbH und dem St. Bruno-Werk in das Modellvorhaben „Kooperationen“ aufgenommen, das es der Stadt Würzburg ermöglichte, eine im allgemeinen öffentlichen Interesse stehende, allein nicht zu finanzierende und umzusetzende Maßnahme gemeinsam mit externen Projektpartnern ohne Verzicht auf eine öffentliche Förderung aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ zu realisieren. So haben auch die beiden Kooperationspartner dazu beigetragen, das Wohnumfeld weiter aufzuwerten und die Attraktivität des Quartiers H1 weiter zu steigern. |
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Der Gummispielplatz sowie der stillgelegte Tiefgaragenabschnitt wurden komplett abgebrochen. Der hierdurch entstandene Geländeversprung zwischen Straßenniveau und Tiefgaragensohle wurde durch Geländeauffüllungen modelliert, so dass ein harmonischer Übergang über stufenweise angeordnete, leichte Böschungen in das Bewegungsfeld entstanden ist.
Die Fläche des Bewegungsfeldes wurde mit einem farbig gestalteten
Allwetterbelag versehen und mit verschiedenen Kletter- und
Balancierelementen sowie Spiel- und Sportgeräten besetzt. Die Angebote
lassen die Benutzung durch alle Altersgruppen von Kindergartenkindern bis
hin zu Erwachsenen zu und bieten durch verschiedene Schwierigkeitsstufen
Ansporn für unterschiedliche Geschicklichkeitsübungen.
Neben dem Büro für Landschaftsarchitektur Kaiser + Juritza waren an der
Planung auch Experten des Gesundheitsamts des Landratsamts Würzburg, der
Krankenkasse AOK, des Bayerischen Landssportverbands und der
Arbeitsgemeinschaft Sozialisation beteiligt. Durch den bereits stillgelegten Tiefgaragenabschnitt unterhalb des Gummispielplatzes konnte die einmalige Chance ergriffen werden, ein Konzept vorzuschlagen, das den Abriss der Tiefgaragenanlage beinhaltete und somit völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten zuließ. Mit diesem innovativen Vorschlag, der von Anfang an von allen Beteiligten mit Begeisterung aufgenommen wurde, konnte zum Abschluss der Gesamtmaßnahme Heuchelhof im Jahr 2010 nochmals ein beispielhaftes und über die Grenzen des Stadtteils ausstrahlendes Projekt umgesetzt werden. Neben den allgemein für den Heuchelhof aufgestellten Sanierungszielen wie der Verbesserung des Wohnumfelds sowie der Aufwertung und Bereitstellung von attraktiven Freiflächen zur Freizeitgestaltung für alle Altersgruppen, hält die Geräteausstattung des Bewegungsfelds auch für pädagogisches Arbeiten Möglichkeiten bereit. So werden z.B. die am Heuchelhof ansässigen Schulen und Kindergärten, mit denen die Ausstattung und die programmatische Ausrichtung des Bewegungsfelds mehrfach intensiv abgestimmt wurden, ihren Sportunterricht teilweise auf dem Bewegungsfeld abhalten, da hierdurch ganz gezielt Übungen, die den Gleichgewichtssinn, die Motorik und die Kreativität im Spiel und Sport schulen, praktiziert werden können. Auch das Quartiersmanagement wird gezielt Kurse auf dem Bewegungsfeld mit einer professionellen Betreuung in Kooperation mit dem Bayerischen Landessportverband (BLSV) anbieten. |
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